Das Sommerrätsel 2018

Jeder − gerade der gemeine Rätsler kennt das. Wir kauen ewig auf einem Problem herum − suchen eine Lösung und lange passiert nichts.

Plötzliche Erleuchtung. Wie aus heiterem Himmel. Das AHA. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Es wird definiert als das schlagartige und unwillkürliche Erkennen eines neuen kohärenteren Zusammenhangs. Eines Zusammenhangs zwischen bereits bekannten Informationen − begleitet von einer emotionalen Reaktion!

Man nimmt an, dass es sich dabei um ein grundlegendes menschliches Phänomen handelt. Dies wurde in zwei Kulturen − Deutschland und Mexiko anhand eines Fragebogens getestet.

Plötzlichkeit, Unwillkürlichkeit, Erkennen eines neuen Zusammenhangs und emotionale Reaktion wurden von Mexikanern und Deutschen bestätigt. Eine Gegenüberstellung der Konzepte AHA−Erlebnis und Einsicht führt zu dem Schluss, dass das erstere geeigneter ist, um menschliches Verstehen zu beschreiben. Auch ist es relevanter für den Alltag, da es in einer größeren Anzahl von Bereichen vorkommt.

Eine Theorie des AHA als verzögertes Erkennen, die zwischen einer Wahrnehmungskomponente und einer emotionalen Komponente unterscheidet, wird vorgestellt.

Es wird aber vor einem anderen theoretischen Hintergrund erklärt. Eine Person, die eine plötzliche Einsicht erlebt, ist von der Richtigkeit der Lösung überzeugt. Ein Zustand, den der Rätsler oft tagelang herbeisehnt.

AHA−Erlebnis

auch AHA−Effekt genannt
kongenial−überzeugend
Plattstirn−erzeugend

In der psychologischen Forschung taucht es oft als Charakteristikum auf, das sich einstellt nach vermeintlich vollendetem Erkenntnisprozess. Ein neuerer theoretischer Ansatz des Aha−Erlebnisses geht von vier definierenden Merkmalen aus: Erstens, das Aha−Erlebnis kommt plötzlich []

Drittens löst das Aha−Erlebnis positiven Affekt aus (die von Bühler erwähnte Lustbetonung).